Smart-Mirror 1: Das Gehäuse

Für eine neue Version des Smart-Mirrors muss natürlich auch ein neues Gehäuse her! Das alte hat seinen Zweck zwar erfüllt aber sah nicht besonders hübsch aus. Das lag vorallem daran, dass ich den Spiegel so schnell wie möglich zum laufen bringen wollte und mich nicht so um das Gehäuse gekümmert habe! 😀 Das soll jetzt natürlich anders werden. Das neue Gehäuse ist schlanker und sieht somit auch deutlich besser aus. An dieser Stelle sei noch gesagt, dass das Gehäuse natürlich jeder so machen kann wie er möchte. Das hier ist nur ein Vorschlag bzw. meine Version davon.

Das Gehäuse besteht bei mir aus 8mm MDF Platten, die ich schon zugeschnitten bestellt habe. Es geht aber auch jedes andere Holz. Bei den meisten Baumärkten kann man sich das Holz auch gleich zuschneiden lassen. Der Kasten sollte an jeder Seite 1mm breiter bzw. höher sein als der Monitor, da sich evtl. Teile beim Betrieb ausdehnen.

Als „Spiegel“ habe ich mich diesmal für echtes Spionglas entschieden. Alleine schon um einen ultimativen Vergleich zwischen der Folienlösung und dem richtigen Glas ziehen zu können. Die Vor- und Nachteile liegen meines erachtens auf der Hand:

Spionglas: „Ready to use“ Man muss nicht erst eine Folie irgendwo Blasenfrei aufziehen sondern kann das Glas sofort auf den Kasten kleben, außerdem sieht das Endergebnis etwas „wertiger“ aus. Allerdings ist das Glas nicht gerade günstig und auch deutlich schwerer als die Folie.

Spionfolie: Sehr günstig auch für große Spiegel und leicht. Benötigt aber zusätzlich eine Plexischeibe und Fingerspitzengefühl beim aufziehen.

Meiner Meinung nach sind beides ordentliche Lösungen. Vom „Spiegel-Effekt“ würde ich beide Varianten als fast gleich bezeichnen. Es muss einfach jeder für sich entscheiden ob einem der Komfort einer Glasscheibe und der minimal bessere „Spiegel-Effekt“ den deutlichen Aufpreis wert ist.

Hat man sich entschieden muss die Scheibe bzw. Plexi nur noch auf bzw. in den Kasten geklebt werden. Man sollte einen Kleber benutzen, der elastisch bleibt, da sich Holz und/oder Glas beim Betrieb dehnen. (Auf keinen Fall Heißkleber verwenden, ich spreche aus Erfahrung 😉 ) Außerdem sollte der Kleber Temperaturen von mindestens 40°C aushalten können. Ich habe dafür normales durchsichtiges Silikon benutzt und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Während der Kleber trocknet, kann man den Monitor „ausziehen“. Dazu braucht man nur einen Schlitzschraubendreher und etwas Gewalt. Dann hebelt man einfach die Plastikummantelung auf. Wenn der Kleber getrocknet ist, kann man den „nackten“ Monitor in dem Kasten befestigen. Ob man das nun mit Holzstücken, Kleber oder Winkeln macht, sollte jeder für sich entscheiden, je nachdem wie der Monitor auf der Rückseite aussieht. Ich habe das mit ein wenig Rest-MDF und ein paar Schrauben gemacht. So kann ich den Monitor jederzeit ohne große Probleme austauschen. Die Stromanschlüsse und den Temperatur Sensor habe ich nur mit etwas 2k Kleber festgeklebt.  Wie immer sei noch gesagt das 230V tödlich sein können. Am besten lässt man das jemanden machen der sich damit auskennt. Ich übernehme keine Haftung für jegliche Schäden.  😉

 


37 Kommentare zu „Smart-Mirror 1: Das Gehäuse“

  1. Moin, ich überlege mir auch einen smart mirror zu bauen, nur etwas größer,
    Habe da aber bedenken, bezüglich des Monitors (bzw der Monitore).
    Kann man an dem Pi mehrere Bildschirme anschließen? Der Spiegel soll 120 x 70 cm werden.

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    1. Servus,
      also da der Pi nur 1 HDMI Anschluss hat wird das mit mehreren Monitoren nicht gehen, ausser du möchtest auf beiden das selbe anzeigen lassen…
      Somit bräuchtest du dann für jeden Monitor einen Pi.
      Bitte korrigiert mich wenn ich da falsch liege… 😉

      Gruß Stefan

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      1. Statt zweier Monitore könntest Du auch einfach einen HDTV der günstigen Art verwenden.
        Es gibt schon 40er für um die 200€, sind nicht SMART aber das brauchen die ja auch nicht 😉

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  2. Hi,
    ich spiele auch mit dem Gedanken mir einen smart mirror zu bauen. Als Bildschirm hätte ich einen alten TFT Monitor zur Verfügung. Ich frage mich ob dieser sich richtig eignet, da die schwarzen stellen des Monitors ja nicht wirklich schwarz sind wie beispielsweise bei einem OLED Display. Ich habe Angst, dass etwas von dem schwarz durch den Spionspiegel durchscheint und es unschön aussieht. Ich will natürlich, dass nur die weisse Schrift durchscheint. Glaubst du das ist ein Problem?
    Grüße

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  3. Hallo,
    nochmal einen herzlichen Dank für die Ausführliche Anleitung und die Umsetzung zu deinem tollen Projekt. Gibt es einen Grund die Spiegelfolie nicht direkt auf das Display zu kleben? Der Rand wird bei meinem Spiegel von einem Rahmen abgedeckt.

    Gruß
    Sven

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    1. Hallo,
      keinen direkten Grund. Allerdings vermute ich dass die Folie nicht auf der Bildschirm Oberfläche halten wird, da diese ja im Normalfall Matt ist, also ganz leicht angeraut. Probieren kann man es ja trotzdem mal 😉 Berichte gerne obs geklappt hat 😉

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  4. Hi Dracarys, welche der Spiegelfolie hattest Du genutzt? Die wo die Spiegelfolie (innen) wo die Spiegelfläche die klebende Fläche ist und somit von Ihnen an die Plexiglasscheibe angebracht wird oder aber die Spiegelfolie (außen) wo die nicht spiegelnde Fläche die Klebeseite ist? Bin mir da nicht so sicher was besser ist bzw. was ggf. der Nachteil sein kann, daher die Frage was Du genutzt hast.

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  5. Hallo Dracarys,
    erstmal ein Dankeschön für die Ausführliche Anleitung und die Umsetzung.
    Ich Spiele auch mit dem Gedanken ein solches Projekt zu starten (der PI ist bereits bestellt). Vorher muss ich aber noch grundsätzliche Wünsche (Anforderungen) abklären.
    Da wäre der erste Wunsch den 16/9 Monitor hochkant an die Wand zu schrauben, gibt der PI eine solche Bild-Ausgabe her?
    Der zweite Wunsch ist die Darstellung eines oder mehrerer IP-CAM Video-Streams (h264-Codec) ähnlich wie die 100s-Nachrichten?
    Wenn du dazu schon Ideen hast oder weist wo ich mich weiter durchlesen könnte, wäre mir schon sehr geholfen.
    Lg
    Andreas

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